Targobank und E-Plus bieten Kreditkartenzahlung per Chip an

Gemeinsam wollen die Targobank und E-Plus das kontaktlose Bezahlen in Deutschland Salonfähig machen. Deshalb verkaufen Sie seit dieser Woche die dafür notwendigen Chips in ihrer Filiale.

Funkchip kann zukünftig variabel integriert werden

Technische Voraussetzung für den reibungslosen Bezahlvorgang ist der Bezahlchip, der einfach auf die Rückseite des Handys geklebt wird. Die Chips wurden MasterCard erstellt und ähneln dem Chip der Kreditkarte. Statt auf dem Handy kann er theoretisch aber auch am Schlüsselbund, auf dem Portemonnaie oder an anderen Gegenständen befestigt werden. Das derzeitige Aufkleben des Chips bindet Sie also weder an ein Handy, noch an einen Mobilfunkanbieter. Es gibt darüber hinaus bereits neue Kreditkarten, die als Karte selbst einen Funkchip integriert haben, ebenso kann der Chip zukünftig auf SIM-Karten installiert sein.

McDonals, Aral, Douglas und Thalia sind schon dabei

Mittels der NFC-Technolongie werden die Daten des Chips via Funk von einem Lesegerät an der Kasse ausgelesen. Das Handy muss lediglich bis zu vier Zentimeter vor den Scanner gehalten werden. Damit das Bezahlen möglich wird, muss aber auch der entsprechende Scanner an der Kasse mit der Technologie ausgerüstet sein. Zurzeit hält sich die Auswahl an Geschäften noch in Grenzen, immer mehr Filialen von Douglas, Edeka, Thalia, McDonalds, Aral und Tengelmann verfügen aber bereits über die Geräte. Bis zu 25 Euro Warenwert dürfen ohne Pin-Abfrage bezahlt werden, darüber liegende Beträge erfordern einen Nachweis.

Bereits Ende 2011 hat die LBB Bank eine neue Kreditkarte von Visa ausgegeben, die das Bezahlmodell via Funk über eine iPhone-App unterstützt. Der Chip wurde in eine Smartphone-Hülle integriert. Nachdem nun E-Plus und die Targobank die Bezahlmöglichkeit wahr machen, will bis Ende des Jahres auch die Telekom, zeitgleich ebenfalls in einer Kooperation mit o2 und Vodafone, eine eigene Möglichkeit auf den Markt bringen.