Sicherheit im Netz ist eine wichtige Sache, auch für Kreditkarteninhaber. Doch nicht nur beim Einkauf in einem der vielen Internetshops kann der Falsche an die Daten gelangen, eine neue Schadsoftware macht nun das Online Banking direkt zu einer Gefahr. Deshalb raten sowohl das BKA als auch das BSI, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Inhaber von Kreditkarten zur verstärkten Vorsicht.
Bei der neuen Schadsoftware handelt es sich um eine neue Variante eines alten Bekannten, eines Trojanischen Pferdes, das schon so manchen Schaden angerichtet hat. Die neue Variante hat es ganz gezielt auf die TAN der Nutzer von Online Banking abgesehen, auch im Bereich der Kreditkarten.
Infiziert wird der PC oder das Notebook durch einen Drive-by-Exploit. Dies geschieht beim Besuch einer Internetseite, die mit der Schadsoftware infiziert ist. Durch den Drive-by-Exploit wird der eigene PC / das Notebook infiziert und verändert beim Anmelden auf der Online Banking-Seite die Seite so, dass sie zwar zuerst in normalem Zustand erscheint – dann aber manipuliert wird und sich so verändert.
Bei Kreditkarten kommt zum Beispiel dann folgende Nachricht:
„Die XY Portal passt sich den hohen Kundenansprüchen an. Wir bleiben immer auf dem neusten Stand mit Sicherheitsvorschriften um unseren Kunden mehr Sicherheiten zu bieten. Unsere Sicherheitsabteilung erfand ein neues Sicherheitssystem, die Angriffe von Dritten verhindert um Betrugsfälle. Dieses Sicherheitssystem muss von allen Online Banking-Kunden genutzt werden.
Wir empfehlen Ihre Daten zu Angleichung anzugeben. Sollte die Anmeldung in 48 Stunden nicht erfolgen, so wird Ihre Karte vorübergehend gesperrt, bis zu Ende der Anmeldevorgang.“ (Quelle Zitat: BKA/BSI)
Online Banking Vorgang sofort abbrechen – Virenscan durchführen
Dies soll dazu führen, dass die Karteninhaber die Daten ihrer Kreditkarte preisgeben. Verlangt werden dann meist die Daten der Kreditkartennummer, die Inhaberdaten, das Gültigkeitsdatum der Kreditkarte, die Prüfnummer, die auf der Rückseite der Karte steht und oft auch das Geburtsdatum.
Wenn diese Angaben plötzlich verlangt werden, ist der Vorgang umgehend abzubrechen und der PC / das Notebook sollte dringend einen Virenscan durchlaufen. Daten dürfen auf keinen Fall eingegeben werden, auch nicht, wenn die Eingabe so genannter TAN verlangt wird.
