Postbank sperrt Kreditkarten ihrer Kunden: Datenleck bei Online-Händler vermutet

Am vergangenen Wochenende konnten einige Kunden der Postbank auf einmal nicht mehr online mit Ihrer VISA-Card Kreditkarte bezahlen. Ohne Vorwarnung hatte die Postbank die Karten gesperrt, dies geschah allerdings nur aus reiner Vorsicht: Bei einem Internetanbieter wird derzeit ein Datenleck vermutet.

Ein aufmerksamer Kunde bemerkte die Sperrung und fragte bei der Postbank nach.  Die Bank bestätigte die Sperrung aufgrund von Sicherheitsmängeln bei einem nicht genannten Internethändler. Mit der Sperrung wollte die Postbank offensichtlich das Ausspionieren der Bankdaten ihrer Kunden durch Angreifer vermeiden.

Die Postbank verwies außerdem darauf, dass die Sperrung nicht wieder aufgehoben wird, sondern alle betroffenen Kunden mit Ersatzkarten ausgestattet werden. Diese wurden bereits auf de Weg gebracht. Selbst im Falle eines Schadens können Postbank-Kunden jedoch aufatmen: Soweit Sie nicht grob fahrlässig mit Ihren Daten umgegangen sind, trägt die Postbank den möglichen Schaden des Datenklaus.

Gehen Sie stets sensibel mit Bankdaten um

Ob auch die Kreditkarten anderer Banken möglicherweise ausspioniert worden sein könnten, kann nicht ausgeschlossen werden. Den Namen des Online-Händlers wollte die Postbank aus rechtlichen Gründen nicht nennen. Auch ist nicht bekannt, wievielte Karten gesperrt wurden oder ob der besagte Shop bereits Gegenmaßnahmen ergriffen hat.

Besonders jetzt zur Weihnachtszeit, wenn sowohl im Geschäft als auch online mehr Waren gekauft werden, sollten Sie Ihre Kontobewegungen sowie Ihre Geldkarten und Pins besonders gut im Auge behalten. Wenn auch Sie, eventuell auch an diesem Wochenende online, geshoppt haben und daraufhin eine falsche Kontobewegung bemerken, informieren Sie schnellstmöglich Ihre Bank über den Vorfall.