Mit dem Handy an der Supermarkt-Kasse bezahlen? Bisher war das nur eine Zukunfts-Phantasien, doch Entwickler arbeiten schon lange an den technischen Voraussetzungen für den reibungslosen Einsatz des Handys als überall griffbereiten Bargeld-Ersatz. Ersetzt das Handy deshalb bald unsere gewohnte Kreditkarte? Es verdichten sich mittlerweile die Gerüchte, dass Apple die nächste Generation seines iPhones mit solch einer Bezahlfunktion ausstatten will.
So funktioniert das Bezahlen per Funk
Das neue iPhone 5 sowie das iPad 2 sollen von Apple mit der neuen Funktion „wave and pay“ ausgestattet werden. Die App basiert auf der Nahfeld-Kommunikation (NFC Technologie), bei der per Funk Daten an einen Scanner übersandt werden. Zum Bezahlen rufen Sie dann einfach die Bezahl-App auf, geben den Betrag ein und dieser wird dann via NFC an die Kasse gesendet. Selbst ein Abstand von 10 Zentimetern reicht zur Übertragung aus. In Asien ist die Technik bereits im Einsatz, hierzulande kennen Fußballfans die Technik schon vom Bezahlvorgang mit Plastikkarten in vielen Fußballstadien.
Zwar hat Apple die Funktion selbst noch nicht bestätigt, doch mehrere Quellen und Apple-nahe Industrie-Kreise berichten bereits von der neuen Bezahl-App. VISA Mobile Chef Bill Gajda, der sich momentan auch in Gesprächen mit Apple befindet sagt dazu: „Ich glaube, das iPhone 5 wird NFC eingebaut haben“.
Auch VISA und MasterCard wollen ein Stück vom Kuchen
Apple ist jedoch nicht das einzige Unternehmen, das an der Bezahlmöglichkeit über Funk interessiert ist. Grade mit Apple als möglichen neuen Konkurrenten haben die großen Kreditkartenhersteller VISA und MasterCard erkannt, dass diese Technologie die Kreditkarte ablösen könnte, und arbeiten unter Hochdruck an einem eigenen Modell für den „Geldfunk“. MasterCard will den Kreditkarten-RFID-Chip dafür zukünftig am Handy anbringen lassen, VISA will eine Plattform einrichten, die mit dem Smartphone aufrufbar ist und über die die Kreditkartenkonten zur Funk-Zahlung verwendet werden können.
Bisher gibt es noch keine konkreten Umsetzungen, auch wann der Dienst in Deutschland möglich ist steht noch nicht fest. Die Technik hat jedoch auf jeden Fall Zukunft und könnte das Zahlungsverhalten in den kommenden drei Jahren erheblich beeinflussen.
