Money2Go MasterCard: Das taugt die Kreditkarte wirklich

Money2Go Prepaid MasterCard
Novum Bank

7,95 € pro Jahr

  • Prepaid-Karte ohne Schufa-Prüfung
  • Jahresgebühr nur 7,95€ + einmalig 9,95€
  • Per Überweisung und Gutschein aufladbar

Wer in Deutschland eine Prepaid-Kreditkarte sucht, hat eine vergleichsweise große Auswahl. Hierbei unterscheiden sich die Angebote in Punkto Grundgebühren, Anschaffungskosten und Gebühren für Bargeldabhebungen oft deutlich. Mit der Money2Go Prepaid MasterCard bietet die Novum Banking Group aus Malta eine Kreditkarte, die ohne Schufa-Prüfung und Gehaltsnachweis für Personen ab 18 Jahren erhältlich ist. Auf den ersten Blick sieht das Angebot verlockend aus - ob es wirklich so gut ist oder der Schein trügt, erfahren Sie in diesem Test.

Prepaid Kreditkarte ohne Grundgebühren?

Wer sich die Website der Money2Go Kreditkarte ansieht, wird mit der Überschrift „Ihre PrePaid MasterCard für nur 9,95€“ begrüßt, dicht gefolgt von dem Hinweis „keinerlei Gebühren“. Das macht uns neugierig - fallen wirklich keine regelmäßige Kosten, sondern nur eine Einmalzahlung in Höhe von 9,95€ an?

Ein Blick in das Kleingedruckte zeigt schnell die tatsächlichen Kosten der Money2Go Karte: Es wird eine Jahresgebühr in Höhe von 7,95€ berechnet – zusätzlich zum einmaligen Ausgabepreis von 9,95€. Im 1. Jahr müssen Verbraucher somit bereits 17,90€ für die Money2Go Kreditkarte zahlen. Ab dem 2. Jahr muss eine Jahresgebühr von 7,95€ gezahlt werden, was für eine Prepaid-Karte vergleichsweise günstig ist.

Kosten für die Aufladung der Karte

Bevor mit einer Prepaid-Kreditkarte gezahlt werden kann, muss das zugehörige Konto mit Guthaben aufgeladen werden. Die Aufladung der Money2Go Karte erfolgt wahlweise per Banküberweisung, per SOFORT-Überweisung oder mittels Aufladegutschein.

Wer die Option der Überweisung wählt, zahlt pauschal eine Gebühr von 0,95€ je Aufladung. Wer sich für einen Aufladegutschein oder die Nutzung von Sofort.com entscheidet, zahlt 4% des aufzuladenden Betrags. Für Kleinstbeträge bis 23,75€ ist die Aufladung per Sofortüberweisung und Gutscheinkarte günstiger, wer mehr als rund 24€ aufladen möchte, ist mit einer regulären Banküberweisung besser gestellt.

Maximal können pro Monat 3.750€ und pro Jahr 10.000€ aufgeladen werden. Mit einer einzigen Überweisung sind ebenfalls maximal 3.750€ einzahlbar. Diese Limitierungen sind bei Prepaid-Karten üblich und für den Großteil der Nutzer ausreichend.

So ist es um die Bargeldversorgung bestellt

Wie mit jeder anderen (Prepaid) Kreditkarte, kann auch mit der Money2Go Karte Bargeld abgehoben werden. Hierzu kann der Karteninhaber jeden Geldautomaten mit einem MasterCard-Logo nutzen, das sind die allermeisten Automaten und weltweit rund 1,5 Millionen. Bargeldabhebungen an einem Bankschalter sind nicht möglich.

Nutzer von Money2Go müssen sich auf hohe Gebühren für Bargeldabhebungen einstellen: Pro Abhebung werden pauschal 4,95€ berechnet. Das ist insbesondere bei kleinen Beträgen teuer. Bei Karteneinsatz in Fremdwährungsländern (Zahlungen per Karte und Bargeldabhebung) werden zusätzlich 2,50% Wechselkursgebühren fällig.


Vorteile

  • Prepaid-Kreditkarte ohne Schufa-Prüfung
  • Kein regelmäßiges Einkommen erforderlich
  • Paypass zum kontaktlosen bezahlen

Nachteile

  • Gebühr für Kartenausstellung einmalig 9,95€
  • Wird die Karte 3 Monate nicht genutzt, fällt eine monatliche Gebühr von 2,50€ an
  • Bargelabhebungen mit 4,95€ vergleichsweise teuer
  • Gebühren für die Kartenaufladung

Vorsicht: Money2Go berechnet Inaktivitätsgebühr

Sie sind relativ selten geworden, aber es gibt sie noch: Die sogenannte Inaktivitätsgebühr bei Kreditkarten. Im Fall der Money2Go Kreditkarte wird eine monatliche Gebühr in Höhe von 2,50€ berechnet, sobald die Karte 3 Monate in Folge nicht genutzt wird. Das oft genannte Argument, dass Prepaid-Kreditkarten besonders gut für Gelegenheitsnutzer geeignet sind, greift bei diesem Kartenangebot somit nicht.

Fazit: Gebühren größter Nachteil bei Money2Go

Viele Personen haben bei der Beantragung einer Kreditkarte Probleme, wenn Sie über kein regelmäßiges Einkommen verfügen oder negative Merkmale bei der Schufa hinterlegt sind. Für diese Zielgruppe kommen oft nur Prepaid-Kreditkarten in Frage und damit grundsätzlich auch das Angebot von Money2Go. Leider sind bei der Karte sehr viele Gebühren und Kosten zu beachten, die das Angebot schnell unattraktiv werden lassen. Insbesondere fallen neben der jährlichen Grundgebühr die Kosten für die Ausstellung der Karte, Gebühren für Aufladungen und Bargeldabhebungen ins Gewicht. Verhältnismäßig günstig ist hingegen die Jahresgebühr von 7,95€.

Als Alternative zu Money2Go lohnt sich ein Blick auf die Fidor SmartCard oder die InsideCard der BW-Bank.

Kreditkarte beantragen

Gebührenübersicht

Grundgebühren
Grundgebühr 1. Jahr17,90 €
Grundgebühr 2. Jahr7,95 €
Grundgebühr Partnerkarte 1. Jahr- €
Grundgebühr Partnerkarte 2. Jahr- €
Hinweis zu GrundgebührenGrundgebühr beträgt jährlich 7,95€ zzgl. 9,95€ (einmalig) für die Ausstellung der Karte.
Gebühren bei Karteneinsatz
Bargeld im Inland4,95€ pro Abhebung
Bargeld im EURO-Ausland4,95€ pro Abhebung
Bargeld im Fremdwährungs-Ausland (z.B. USA)4,95€ pro Abhebung zzgl. 2,50% Auslandseinsatzentgelt
Bargeldlos bezahlen im Euro-Raum0,00%
Bargeldlos bezahlen außerhalb Euro-Raum2,50% vom Kartenumsatz
Zinsen
Zinsen für Guthaben-
Sollzinsen bei Teilzahlung-

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